Legendäre Artikel
 

Die legendärsten Berichte über die Fortuna Baskets

(07.04.2010) Abschiedsbrief an die Kreisliga
Liebe Kreisliga,
du hast dich ja scheinbar gut von dem Trubel der letzten Woche erholt. Mensch, das war vielleicht eine wilde Sache! Erst diese erste Niederlage der Logabirumer gegen Oldersum II und dann noch das Chaos danach, wie alle mit dem Finger auf uns gezeigt haben. Widerlich, so etwas!
Doch das war egal, nachdem was vorher alles passiert war. Ausgerechnet dem letztjährigen Klassenbesseren aus Norden haben wir ordentlich den Hintern versohlt, ein bisschen Freude hat mir das ja schon gemacht. Nun, so richtig rosig sieht es mit deinem Niveau aber immer noch nicht aus. Wie man so hört, wird es verdammt schwer für dich, in der kommenden Saison genug Mannschaften zu haben! Aber vielleicht schaffst du es ja doch noch, du musst jetzt auf jeden Fall richtig ranklotzen. Wäre auch echt Schade wenn du nächstes Jahr zurückversetzt wirst.
Wir hatten dich ja schon alle abgeschrieben und dachten, du wirst uns für längere Zeit verlassen. Doch wir tun alles dafür, damit Du auch im kommenden Jahr weiter bestehst. Melden extra eine zweite Mannschaft für Dich. Würde mich schon freuen. Wirklich!
Unser Verhältnis war zwar auch nicht immer spannungsfrei, aber bei dir ist es doch so viel schöner, als bei diesem hochnäsigen Schnösel aus Aschendorf, der immer gleich weinerlich zu den Klassenlehrern rennt, wenn es mal ruppiger wird. Oder bei diesen komischen Jungens aus Marienhafe. Bei denen zu Hause ist es genauso steril, wie in so einer modernen neuen Halle: alles sauber und nur modernste Technik. Irgendwie auch total langweilig und es macht gar keinen Spaß, mit denen zu spielen. In den meisten Deiner Wohnungen ist es sicherlich auch nicht so stimmungsvoll, aber sie haben doch soviel mehr Flair als die ganzen neuen Fertighäuser wie von Oldersum oder dem Tunichtgut aus Aschendorf. Dazu das interessante Umfeld, was habe ich auf meinen Besuchen bei dir immer alles gesehen? Und jetzt sei mal ganz ehrlich, ein bisschen wirst du mich auch vermissen, oder? Zwar kannst du dann demnächst mit der Leeraner Zockertruppe und den Opas aus Emden öfter in den Lauben am Ende der Straße spielen, aber bei denen ist es doch so schrecklich grau und unfreundlich. Stell dir erst nur vor, wenn du dann wieder Kilometer weit fahren musst, aber nicht mit uns in unserer stimmungsvollen Halle spielen kannst, sondern bei dieser verklemmten Mauerblume in Westrhauderfehn und bei den schüchternen und klammen Aurichern. Das sind doch voll die Außenseiter!
Wie geht es eigentlich dem kleinen Fabian? Man hört ja, dass der lieber zocken, als strukturierten Basketball spielen möchte. Passt du auch ordentlich auf den Bengel auf nächste Saison? Der ist zwar manchmal etwas langsam, dafür ist er aber eine echte, ehrliche, nette Haut.
Aber zurück zu mir selbst: Manchmal glaube ich, man brauchst mal einen Neuanfang. Hat uns vor 4 Jahren auch sehr gut getan. Es ist zwar einige Zeit sehr schwer und mühselig, aber es lohnt sich wirklich. Mittlerweile fühle ich mich wieder richtig frisch und es macht total Spaß, Gas zu geben. So fit war ich lange nicht mehr. Oder guck nur zu dem kleinen TV aus Norden, der hat auch eine Weile gebraucht, aber jetzt scheint er wieder richtig fidel zu sein und darf nächstes Jahr wahrscheinlich sogar in unsere Klasse.
Also liebe Kreisliga, wenn ich Samstag dann noch einmal bei dir bin, dann bring' ich ganz viele Spieler mit und wir versuchen, dir einen stimmungsvollen Abschied zu bereiten. Dafür nehme ich aber die Punkte mit.
Bis bald,
Deine Fortuna aus Logabirum    
     
(02.04.2010) Morgen auf der Speisekarte: Emsländer-Braten
Nach einer schmerzhaften Niederlage, wie gegen Oldersum, ist dem gemeinen Logabirumer in den seltensten Fällen nach Essen zumute. Doch am morgigen Dienstag treibt sich eine ganze Emsländer-Herde auf dem Platz der Aschendorfer Halle herum und lässt so manch einem Basketball-Gourmet die Geschmacksnerven in Verzückung geraten.  Doch vor dem Verzehr eines Emsländer-Bratens steht zunächst der unbequeme Schlachtvorgang bevor, bei dem es dafür zu sorgen gilt, dass aus dem zahmen Emsländer kein wilder Stier wird.
Das A und O einer erfolgreichen Emsländer-Schlachtung ist eine gute Vorbereitung. Der regelmäßige Umgang mit dem Werkzeug ermöglicht eine gute "Handhabung" bei der Schlachtung und bildet neben körperlicher und geistiger Fitness die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Schlachten. Betrachtet man die augenblickliche Lage der möglichen Schlachter, so scheinen die genannten Voraussetzungen nur spärlich gegeben zu sein. Als Übungsobjekt den Fuß eines Kollegen zu nutzen, wirkt in diesem Zusammenhang äußerst unprofessionell. Weitere körperliche Defizite innerhalb des Teams wie Hals- (Tapper) oder Bronchenreizungen (Ahmad) können ebenfalls die Vorbereitung auf den Schlachtvorgang negativ beeinflussen. Gleichzusetzen mit den physiologischen Voraussetzungen sind die mentalen Fertigkeiten eines Schlachters. So reicht es nicht, die Emsländer von links nach rechts zu scheuchen, sondern eine gewisse Entschlossenheit muss vorhanden sein, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Hess-Gerdens, so spricht man im Steakgewerbe, haben diese Eigenschaft im Blut. Nachdem Hinrichs ein Spiel aussetzen musste, wird das Metzger-Team um einen echten Vollstrecker verstärkt. Auch die Erfahrung eines alten Meisters wird dem Team wieder zu Gute kommen. Der für seine rustikale und schnörkellose Arbeitsweise bekannte Barghoorn wird nach längerer Verletzungspause wieder das Zerlegen der stürmischen Emsländer übernehmen und als Vorbild "voranschreiten".
Doch zu einem ordentlich Schlachtfest gehören immer zwei. Der Gaul und der Schlachter. Um  so wichtiger erscheint es, auch einen Blick auf die "Zossen" zu richten. Die Emsländer sind in drei den letzten vier Spielen ihren Schlachtern entgangen. Viktor Siegfried, Emsländer-Züchter an Position 6 in der aktuellen  Fleischverarbeitungshitliste, hofft insbesondere auf seine schnellen Bielinis und Asi, die schon im Hinspiel immer wieder den damaligen äußerst nachsichtigen Schlachtern entgingen.
Auch bei einem ordentlich geführten Schlachthof schaut gelegentlich das Gesundheitsamt vorbei und sorgt dafür, dass alles nach Regeln abläuft und seine Ordnung hat. An diesem Dienstag wird Klaus Sanders erwartet zusammen mit seinem Kollegen Henning Brandt.
Fleischerverein Logabirum: Meinders, Herges, Ahmad, Siemens, Groenhoff, Hinrichs, Betsayyad, Hess-Gerden, Barghoorn, Tapper, Babenko, Mosel.
Gesundheitsamt: Brandt / Sanders
Treffen zur Vorbesprechung und Abfahrt zur Koppel: 19:15 Uhr in der Fleischerei Logabirum.
  

(02.02.2010) Emden kommt und Projekt 28 lebt – Die Schlacht am Betonmischer
„Ey, Andy, hilf mal dem Patrick da drüben“, ruft Projektleiter Meiborg und beugt sich über seinen Bauplan. Mit einem Zollstock zieht er Linien auf dem Plan nach, murmelt immer wieder etwas Unverständliches von „aggressiv gegen den Vorschlaghammer“. Die Fortuna, die Baufirma aus dem Leeraner Vorort Logabirum, arbeitet mit Feuereifer an seinem neuesten Bauvorhaben, besser bekannt unter dem Namen „Projekt 28“.
Etwas gelangweilt schlendert Jan die Baustelle entlang. Er pfeift vor sich hin, es scheint die Melodie vom A-Team zu sein. „Ey, Jan, wo willste hin?“, fragt Projektleiter Meiborg. „Bier“, antwortet der junge Bauarbeiter. Meiborg kramt an seiner Tasche vom Blaumann, zieht einen Fuffi hervor „Sehr gut. Bring mal ne ordentliche Batterie mit“, sagt er. Wenn wir das Stockwerk geschafft haben, steigen wir sicher auf in die Gunst der Bezirksklasse. Aber nicht wieder so eine Plörre wie der Praktikant aus Warsingsfehn vor ein paar Wochen.“ „Klar“, brummelt Jan und denkt sich: Plörre, pah, sehe ich etwa so aus, als ob ich mir die Hose mit der Kneifzange zu mache?
Meiborg ruft seine Bauleiter Fabian und Marco zu sich. Es geht um ein ziemlich kompliziertes Bauvorhaben. „Also“, sagt der Projektleiter, „heute muss der Bau bis zum 22. Stock hochgezogen werden.“ Fabo: „Ist schon klar, Chef“. Marco wippt schon ungeduldig hin und her. Meiborg: „Ich verlass mich da voll auf euch, dass ihr nichts anbrennen lasst. Wir arbeiten hier mit jungen Lehrlingen, die teilweise zum ersten Mal an so einem Projekt mitarbeiten.“ Fabo nickt: „Wir kriegen das schon hin, Chef.“ Meiborg guckt die beiden Bauleiter mit ernstem Blick an. „Vielleicht kommt heute noch der Alex dazu und hilft, kann ich aber nicht versprechen. Der Henning ist auf keinen Fall dabei, der ist bei einem Wiederaufbau-Projekt im fernen Bremen, wo er momentan lediglich einen Trümmerhaufen vorfindet.“ Meiborgs Blick verfinstert sich.
Der Blick des Projektleiters schweift umher, er sieht sich seine Truppe an. So hat er sich seinen Bautrupp vorgestellt, als er im Sommer 2009 das Projekt 28, angegangen ist. Da ist zum einen der erfahrene Gerüstbauer Ingo Vaartmann, der schon auf vielen Baustellen eingesetzt wurde. Er steht für absolute Verlässlichkeit und kümmert sich um die jungen Stifte und Lehrlinge. Betonmischer Sören und Maurer Lars arbeiten hier jetzt seit einem Jahr zusammen. Sie haben sich bewährt, die Mauern, die sie bauen, sind bombensicher. Fabian ist ein erfahrener Bauleiter, der sowohl mit der Speiskelle als auch neuerdings mit dem Kugelschreiber umgehen kann. Jan, der gerade Bier holt, gehört zu den jungen Maurerlehrlingen.
Haniball aus dem Iran arbeitet blitzschnell. Keiner verlegt elektrische Leitungen so flink wie er. Und Bauleiter Marco ist zwar noch sehr jung, hat sich aber auf den bekanntermaßen komplexen Baustellen in Leer (bau mal eine Windmühle, dann weißt du, wie einfach so ein Hochhaus zu bauen ist) Erfahrung geholt. Er ist in diesem Jahr zum Bauleiter aufgestiegen. Andy und Merlin, die beiden Logaer Bauarbeiter, geben jeden Tag auf der Baustelle alles. Merlin schleppt die Steine an, die der Andy mit der Mörtelkelle elegant verarbeitet.
Und dann wäre da noch Patrick, der Lokalmatador und Gründungsmitglied der Mannschaft. Immer mit vollem Einsatz dabei, manchmal mit etwas Übereifer. „Patrick, was ist los?“, brüllt Projektleiter Meiborg über die Baustelle. Patrick versucht gerade den Bauzaun zur gegenüberliegenden Baustelle zu erklimmen. „Der hat mich als Bohnenstange beschimpft“, ruft Patrick zurück. „Den setz ich jetzt in den Mörteleimer.“ Meiborg rennt rüber. „Mensch, Patrick, lass den doch brüllen und komm’ wieder runter.“ Der junge Lehrling guckt den Projektleiter an, guckt dann noch mal über den Zaun auf die andere Baustelle, wo sich ein Bauarbeiter mit leicht ängstlicher Miene hinter einer Betonmischmaschine versteckt. Und klettert wieder runter.
In diesem Moment kehrt Jan auf die Baustelle zurück. „Hier, Pilsken am Start.“ Das Team jubelt. „Krombacher, sehr gut, Janni.“ Im nächsten Moment hört man mehrere Kronkorken zischen. Und dann ein mehrstimmiges Gluck, gluck! Jan hat noch eine Überraschung für alle mitgebracht: Döner. „Mit ordentlich Zwiebeln drauf“, lacht Janni. „Das fördert die Verdauung, die Dixi-Klos sollen ja auch was zu tun kriegen.“ Das junge Baustellenteam lacht und haut richtig rein.
„So, Schluss“, brüllt plötzlich Marco. „Jetzt wird weitergearbeitet hier.“ Projektleiter Meiborg schaut zufrieden auf seinen jungen Bauleiter. Den hab ich gut hingekriegt, denkt er. Marco gibt weiter Anweisungen: „Also, wir ziehen heute das Gebäude bis zum 22. Stock hoch, also zwei Stockwerke noch. Ihr habt noch genau 40 Minuten Zeit dafür.“ Fabian guckt auf seine Uhr: „Na, sagen wir notfalls auch 45 Minuten.“ Auf der Stelle machen sich alle Mitarbeiter an die Arbeit.
Marco und Fabian gehen mit zur Baustelle. „Und denkt dran, die Flitzpiepen da drüben wollen uns sabotieren, die wollen uns die Früchte unserer Arbeit wegnehmen.“ Mit „die Flitzpiepen da drüben“ meint Marco einen alten Bautrupp aus dem Emder Umfeld, genauer gesagt aus der Graf-Ulrich-Straße. Erfahrene Emporkömmlinge, die schon einen bedauernswerten Projektleiter aufgrund der eigenen katastrophalen Arbeit verschlissen haben und nun unter einem Trainer mit dem Kampfnamen „Vogelzähler“ durch Ostfriesland ziehen und anderen Baustellentrupps die Arbeit madig machen wollen. „Ja, ich hab die schon mal im November gesehen, einem wollte ich gerade eine pfeffern“, sagt Haniball. Marco geht zu seinem Baukollegen. „Lass mal, wir schaffen das auch mit fairen Mitteln, ok? Hat doch die letzten Wochen auch so gut geklappt.“
Im nächsten Moment geht jeder Bauarbeiter der Fortuna ans Werk, die Arbeit klappt wie an der Schnur gezogen. „Hierher“, ruft Ingo und im nächsten Moment fallen mehrere Dachpfannen das Gerüst herunter. Der erfahrene Arbeiter fängt sie alle sicher auf. „Festere Mauern“, ruft Fabo und schon rühren Sören und Lars einen Beton an, der den Nobelpreis für Statik verdient hätte, wenn es diesen Preis geben würde. Haniball flitzt hin und her, bringt Kellen, Hämmer, Steine, Schüppen und anderes Baumaterial. „Schleppst Du da gerade zehn Säcke Bindemittel gleichzeitig?“, fragt Marco ungläubig. „Ja sicher, muss doch schnell gehen“, antwortet Haniball.
„Vorsicht, Angriff von links“, ruft Patrick und wehrt einige Matschbrocken ab, die der Emder Bautrupp rüber wirft. „Sehr gut“, lobt Marco und dreht den Betonmischer. Nach 20 Minuten steht das Haus bis zum 21. Stockwerk. „Pause“, ruft Fabo. Projektleiter Meiborg eilt herbei. „Bis jetzt läuft es ganz gut, auch wenn wir leicht hinten liegen. Aber Vorsicht, ich glaube, die Emder stellen ihren Trupp um und versuchen jetzt über die langen Leute, unseren Bau einstürzen zu lassen.“
Plötzlich springt Haniball auf und rennt zur Baustelle. „Hau ab da, Du Vogel“, ruft er. Ein Emder Bauarbeiter war gerade dabei, Vanillepulver in den Mörtel zu schütten. Ein anderer schraubt am Gerüst rum. „Gibts doch nicht, die greifen sogar in der Pause an“, wundert sich Marco. „Aber jetzt wisst ihr, worauf ihr euch gefasst machen müsst.“ Und weiter geht es. Nachdem der Mörtel frisch angerührt und das Gerüst wieder ordnungsgemäß verschraubt ist, läuft es wieder. Stein um Stein zieht der Fortuna-Trupp das Gebäude nach oben. Sie machen sich gerade an Stockwerk 22, als die Mauer zusammenbricht.
„Verdammt“, ruft Marco. „Da hat einer manipuliert“. „Den hol ich mir“, ruft Hani und geht wutschnaubend auf den Bauzaun zu. Dahinter lacht sich ein Bauarbeiter mit dem Namenszug „Alfred Meiborg“ kaputt. Marco hält ihn gerade noch zurück. „Los, wir haben noch genug Zeit, alles wieder aufzubauen.“ Beide drehen sich um und klettern das Gerüst hoch. „Mehr Mörtel“, ruft Marco. Sören und Lars eilen herbei mit mehreren Eimern frisch angerührtem Zement. „Das ging ja schnell“, wundert sich Fabo. Sören grinst: „Antizipation nennt man das.“ Alle anderen gucken verständnislos. „Was?“, rufen sie im Chor. „Jetzt hört auf, hier Fremdwörter zu raten und arbeitet weiter“, ruft Projektleiter Meiborg von weit hinten. Der Anpfiff saß, wie aus einem Guss klatschen die einen den Mörtel auf die Steine, die andere legen die Felsbrocken drauf und streichen den an der Seite raus quirlenden Mörtel ab. Gleichzeitig passen Patrick, André, Ingo und Jan auf, dass die Emder mit ihren Sabotageangriffen nicht mehr durchkommen. Höher und höher zieht der Bautrupp das Gebäude. Die Emder werden immer nervöser, bei ihnen klappt es nicht so. Sie haben vergessen, genug Bindemittel der Marke „Kondition“ mitzunehmen. „22. Stock ist fertig“, ruft Patrick. „Wie lange haben wir noch?“ Marco guckt auf die Uhr, „Sieben Minuten.“
Die Logabirumer schwingen die Kellen. Andy und André bauen, als ginge es um den Weltmeistertitel, Merlin rast hin und her und versorgt alle mit dem nötigen Baumaterial. Marco und Fabian haben alles im Griff und achten darauf, dass alles sicher steht. Und Lars und Sören bereitet es inzwischen keinerlei Probleme mehr, den Emder Bautrupp in Schach zu halten. Auf der gegenüberliegenden Baustelle sieht es immer düsterer aus. Offensichtlich machen sich die technischen Mängel bei den Emdern nun bemerkbar.
Plötzlich reißt Jan die Arme hoch. „Fertig“, ruft er. „Und das in 40 Minuten. Von wegen 45, das haben wir gar nicht nötig“. Marco und Fabo geben sich die Hand. Während die Logabirumer Arbeiter auf dem Gerüst sitzen und mit nicht wenig Stolz das Produkt ihrer Arbeit bewundern, hört man von Gegenüber wildes Gefluche. Das Gebäude der Emder ist eingestürzt,
offensichtlich hat man sich zu viel Mühe gegeben, die Logabirumer und den grauen Bautrupp aus Oldenburg bei der Arbeit zu stören, anstatt mal auf das eigene Werk zu schauen. Auf der Logabirumer Seite allerdings steht das Gebäude bombenfest. Projekt 28 geht weiter…
Der Bauarbeitertrupp: Meinders, Herges, Hokema, Vaartmann, Willms, Meiborg, Betsayyad, Hess-Gerden, Barghoorn, Tapper, Korte, Siemens.
Bauaufsicht: Roland Schmidt und Kasra Kaveh von der Bauaufsichtsbehörde Oldenburg.
Gehilfen der Bauaufsicht: Arthur Larionow, Moritz Dirks und Lukas Schäfer eingeteilt.


(17.03.2009) Vorbericht U20-Spiel gegen Norden
Stehen Schwalben unter Naturschutz? Ein klares nein. Deshalb spricht auch nichts dagegen, die Männer von Karsten Duphorn am Freitag aus der Halle zu scheuchen. Dass die Norder ja schon immer etwas unter der Krankheit mit dem Namen „Fallsucht“ litten, dürfte bekannt sein. Doch die Ausmaße nehmen in den vergangenen Wochen besorgniserregende Ausmaße an. Insbesondere die verschiedenen Ausprägungen der Krankheit lässt die Wissenschaftler in Sorge verfallen. Möchtegern-Superstar Ingo de Vries, der gerade im Herrenbereich von Torsten Grensemann bei weitem in den Schatten gestellt wird, hat das „Arsch-Symptom“. Wann immer er auch in Richtung Korb zieht, kurz vor dem Abschluss streckt er sein Gesäß in Richtung Gegenspieler und sucht den Kontakt. Doch längst nicht alle Schiedsrichter fallen auf die Schauspielkunst rein, zur Empörung de Vries’. Familienintern scheint sich das Virus schon übertragen zu haben und das in ganz verstärkter Wirkung. Denn der kleine Holger de Vries, der sich immer noch darüber aufregt, dass die Schrittfehler nicht so geahndet werden, wie in der NBA, lässt sich mittlerweile bei jedem Wurf stumpf zu Boden fallen. Im Gegensatz zu seinem Bruder streckt er dabei aber lieber seine Füße nach vorne und sucht den Kontakt. Es folgen aberwitzige Reklamationen bei den grauen Männern, die schon das Niveau seines Bruders haben. Der Dritte im Bunde ist wohl der Ursprung dieses Virus’. Sein Name ist Jelto Schwalbe. Er infizierte mittlerweile die besagten Spieler und lässt sich ohne Berührungen einfach immer wieder fallen und jammert dabei ein bisschen rum. Dagegen wenn er die Leute hinten meilenweit durch die Zone schiebt, ist das selbstredend nichts.
Doch die Schiedsrichter-Medikamente haben das Virus mittlerweile erkannt und Medikamente dagegen gefunden. Selbst der Chefarzt namens DBB hat auf das gefährliche Virus reagiert und in der Packungsbeilage steht mittlerweile „Das vorsätzliche Vortäuschen eines Fouls ist mit einem Technischen Foul zu bestrafen“. Allerdings kann so eine Maßnahme natürlich auch ungewünschte Nebenwirkungen haben. Angeblich reagieren einige Patienten auf das Medikament mit weiteren Aggressionen. Aber zur Lösung des Problems werden die Kräfte für die Erforschung weiter gebündelt. Hoffen wir, dass sich das Virus nicht auch auf die Logabirumer Mannschaft überträgt. Einzelne Symptome waren schon bei den Spielern Herges und Rieks zu beobachten… 

     
(15.12.2008) Auswärtsspiel in Emden: Der Anfang von der Apokalypse
Dramatische Worte erreichen uns aus Emden zur Personallage unseres Gegners Emder TV III. „Emdens Altersstruktur nimmt fast schon apokalyptische Ausmaße an".
Kein Wunder also, dass man in der Seehafenstadt Emden, die in Sachen drohender Untergang besonders mit der ersten Herren in den letzten Wochen so einiges an Erfahrung gesammelt hat, drastische Worte wählt. Die Lage ist ernst und ab dem 21. Dezember sogar hoffnungslos. Denn das war erst der Anfang von der Apokalypse. Folgendes wird auf der Homepage von Fortuna Logabirum prophezeit:
Und es ertönte ein schriller Ton aus des Schiedsrichters Posaune und um Punkt 17:00 Uhr betraten auf Geheiß des allmächtigen Timo Steinfelder und seines Kollegen Ingo Spree, sowie der an der Coachingzone gefürchteten Alexander Meiborg und Ralf Werth die zehn apokalyptischen Werfer der Fortuna den Platz, um den Emdern einen gar fürchterlichen Nachmittag zu bereiten.
Auf der Aufbauposition stand Henning Brandt, der Vielarmige. Und ein großes Wehklagen ertönte aus den verbliebenen Reihen der Emder Verteidiger. Was sie auch taten, wie sehr sie sich auch bemühten - es war vergebens. Jeden auf den Korb geworfenen Ball fand den Weg ins Ziel und trieb seine Gegner schier zur Verzweiflung.
Doch bis zu Henning drangen nur die wenigsten vor. Meist wurden sie schon gestoppt von den Leeraner Centern Ingo Vaartmann und Jonas Dornbach, für die Emder nicht so fremd klingende Namen. Doch sie verbreiteten in der Emder Defense Angst und Schrecken. Mit ausgestreckten Armen rupften sie ihre Gegner und nahmen ihnen das umkämpfte Spielgerät ein ums andere Mal ab. Doch damit nicht genug. Immer wieder und wieder liefen Fabian und Patrick flinken Fußes nach vorne und sorgten mit ihrer allmächtigen Waffe, die auf den Namen "Korbleger" hörte, für Chaos im rückwärtigen Bereich Emdens.
Aber wahrlich, ich sage euch, dass diejenigen, die den Spielern auf Center gegenübertreten durften, die Glücklichen waren. Hieß es doch, dass sie vorher die apokalyptischen Flügelspieler im Duell bezwingen konnten. Einst waren Hanibal und Andy von den Heerscharen der Logabirumer Fans, die die Mannschaft wieder zum Spiel nach Emden begleitet haben, wegen manch Niederlage im Ringen um das Spielgerät und noch häufigeren Abspielen zum Gegner gescholten, doch rechtzeitig zur Apokalypse fanden sie wieder zur alten Form zurück. Und so bauten sie sich in ihrem Herrschaftsbereich rund um die Zone auf und trieben die verzweifelt anrennenden Emder wieder zurück in ihre eigene Hälfte.
Und auch dort waren die Emder nicht in Sicherheit. Von Trainer Meiborg gesandt, ließen dort die drei „Pressspieler" Angriff um Angriff auf die Aufbauspieler der Seehafenstädter niederprasseln. Henning „der etwas Hüftsteife", Merlin der „Fußflinke" und Marco „die Zauberhand" wurden sie gerufen. Diese drei Spieler kamen mal über rechts, mal über links und öfters auch einfach durch die Mitte, um nach dem schnellen Ballgewinn den tödlichen Ableger auf die hinein schneidenden Center zu spielen. Gemeinsam wirbelten sie, und vor diesem Wirbel gab es kein Entrinnen. Das Flehen ihrer Gegner, die ihnen auf Grund ihres Alters nur hilflos hinterher schauen konnten, erreichte ihre apokalyptischen Ohren nicht.
Tief zogen sich daraufhin die Emder in ihre Zone zurück, als ein mächtiger Sturm aufkam. Und in diesem Sturm erkannten sie zwei Dinge: wehende Haare und eine gar Furcht einflößende Maske. Abermals vernahm man auf dem Spielfeld großes Wehklagen, denn sie trafen auf den letzten Spieler der Apokalypse. Aus dem fernen Moormerland rannte der Sören Hess-Gerden auf sie zu und schmiss sich mit gar fürchterlicher Wucht in jeden himmelwärts gesprungenen Ball. Angsterfüllt wandten sich die Emder ab und suchten ihr Heil in der Flucht, doch vergebens. Denn sehet, dort aus der eigenen Hälfte dribbelt schon wieder eilig Marco herbei, um seine Gegner der Lächerlichkeit preiszugeben. Und er vollendet, was die neun anderen Spieler begannen...
Und wieder ertönte ein schriller Pfiff, dieses Mal aus des Zeitnehmers Posaune und beendete nach 40 Minuten das Leid der Emder. Meiborg sah auf die Anzeigentafel und sah, dass es gut war. So verzichtete er auch darauf, die Streiter des Regelbuches wegen ihrer Entscheidungen zu maßregeln.
Die Emder jedoch zogen sich geschlagen zurück in das Land, in dem Bier und Zigarre reich zu haben sind und verkündeten dem übrigen Volke: „Oha, so apokalyptisch, das müssen wir nicht noch einmal erleben."    

(21.12.2007) Derby-Time in Emden: I have a dream
Vor fast genau einem Jahr unterzeichnete ein Wahl-Emder, in dessen sportlicher Leitung wir heute stehen, einen Trainervertrag bei Fortuna Logabirum. Er kam wie ein freudiger Tagesanbruch nach der langen Nacht der Erfolglosigkeit.
Aber ein Jahr später ist der Erfolg gegen einen gewissen Verein immer noch nicht da. Ein Jahr später ist das Leben der Spieler immer noch bestimmt durch Schmähungen der Niederlage und Schmerzen der Erfolglosigkeit. Ein Jahr später schmachtet die Fortuna immer noch hinter den Emdern zurück.
Deshalb sind wir in die Bronshalle gekommen, um eine schändliche Situation zu korrigieren. In gewissem Sinne sind wir in eine der schönsten Hallen unseres Unterbezirks gekommen, um einen Scheck einzulösen. Es ist heute offenbar, dass Fortuna seinen Verbindlichkeiten größtenteils nachgekommen ist, soweit es die vielen Gläubiger in der U18-Bezirksklasse betrifft. Statt aber auch seine heiligen Verpflichtungen zu erfüllen, hat die Fortuna einen Scheck abgegeben, auf dem vermerkt ist „Keine Deckung vorhanden“. Aber wir weigern uns zu glauben, dass die Bank des gepflegten und bescheidenen Basketballs bankrott ist.
Jetzt ist nicht die Zeit, in der man sich den Luxus einer „lässigen Spielweise“ gegen den ETV leisten oder langsam neben seinem Gegner hertraben kann. Jetzt ist die Zeit, die Versprechungen und das Vorgenommene Wirklichkeit werden zu lassen. Jetzt ist die Zeit, aus dem dunklen und trostlosen Tal des Tabellenkellers aufzubrechen und den hellen Weg in höhere Tabellengefilde zu beschreiten.
Lasst uns nicht aus dem Kelch der Bitterkeit und der Arroganz einiger Emder Spieler trinken, um unseren Durst nach Punkten und Erfolgen zu stillen. Wir müssen unsere Leistung für die Fortuna stets auf der hohen Ebene der Würde und Disziplin führen. Immer wieder müssen wir uns zu jener majestätischen Höhe erheben, auf der wir Arroganz mit der Kraft des bedinglosen Einsatzes entgegentreten.
Und wenn wir marschieren, müssen wir uns verpflichten, stets weiter zu marschieren. Wir können nicht umkehren. Es gibt Leute, die fragen: „Wann werdet ihr endlich zufrieden gestellt sein?“ Wir können niemals zufrieden gestellt sein, solange die Mannschaft auf dem Platz nicht alles versucht, um zu gewinnen. Wir können nicht zufrieden gestellt sein, solange unseren Spielern Freude und Würde beraubt werden durch Tabellen, auf denen zu lesen ist: „Platz 4: Fortuna Logabirum“.
Ich habe einen Traum, dass Patrick von der ersten Minute an von den Mitspielern voll unterstützt wird, so dass er wieder zu alter Stärke findet und zum Garant und Halt auf dem Flügel der Fortuna wird.
Ich habe einen Traum, dass auf der rechten Seite Andy den Emdern den Ball abnimmt und ihn schulmäßig nach vorne trägt, zu denen, die ihn zu einem Korb verarbeiten.
Ich habe einen Traum, dass die Zone mit Timo und Merlin sich nicht narren lässt von seinen Gegnern aus Emden, sondern konsequent die Bälle abläuft und abfängt mit fairen Mitteln.
Ich habe einen Traum, dass Marco auf ewig seine starken Leistungen beibehalten kann und auch gegen den Emder TV zum besten Spieler auf dem Platz avanciert.
Ich habe einen Traum, dass sich gegen den Emder TV die Centerposition der Fortuna mit Wenko Heikens und Jonas Dornbach, ein Ort, der oft in Phlegma und Ideenlosigkeit verschmachtet, in eine Oase der Spielfreude verwandelt.
Ich habe einen Traum, dass Jan Hendrik Degner und Henning Brandt schon in ihrem ersten Logabirum-Einsatz direkt das Tal des Wurfpeches verlassen und ihr konsequenter Einsatzwillen mit vielen Körben gegen Emden belohnt wird.
Ich habe einen Traum, dass Florian Schulz an seine Treffsicherheit und die starke Defense aus dem Westrhauderfehn-Spiel anknüpfen kann und seinen schmalen Körper in Defense und Offense gegen den ETV gewinnbringend einsetzt.
Ich habe einen Traum, dass alle Kleinen eines Tages in einem Unterbezirk leben werden, in der man sie aufgrund ihres schwarz-weiß-blauen Logabirum-Trikots bewundert und achtet, und alles arrogante und überhebliche verschwindet in den Tiefen der bundesdeutschen Müllbeseitigung. Ich habe einen Traum heute...
Das ist unsere Hoffnung. Mit diesem Glauben gehen wir in die Bronshalle. Mit diesem Glauben werden wir fähig sein, aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hauen.

 
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