Im Spitzenspiel in Hannover erlebten die Zuschauer am Wochenende ein intensives und phasenweise hitziges Basketballspiel, in dem sich der CVJM Hannover am Ende klar mit 101:78 gegen die Kleene Trockenbau Baskets Fortuna Logabirum durchsetzte. Trotz zwischenzeitlicher Spannung und einiger turbulenter Szenen kontrollierten die Gastgeber die Partie über weite Strecken und erspielten sich einen maximalen Vorsprung von 25 Punkten.
Bereits der Start hatte es in sich: Nach nur 43 Sekunden musste das Spiel für rund 15 Minuten unterbrochen werden, da die 24-Sekunden-Anlage nicht funktionierte. Beide Teams brauchten anschließend etwas, um ihren Rhythmus zu finden. Hannover kam jedoch schneller in Fahrt und entschied das erste Viertel mit 24:15 für sich. Im zweiten Abschnitt entwickelte sich eine emotionale Phase. Ein nicht gegebenes Foul an Washington bei einem Dreipunktewurf sowie ein technisches Foul gegen Ben Post und kurz darauf ein gepfiffenes Foul samt technischem Foul gegen Macklly Stein sorgten für Diskussionen und einen zwischenzeitlichen 15:24-Rückstand aus Sicht der Gäste. Nach einem unglücklichen Sturz von Ben Post, der daraufhin mit Rückenproblemen nicht mehr weiterspielen konnte, kämpfte sich Logabirum jedoch zurück und verkürzte auf 30:36. Zur Halbzeit lag Hannover dennoch verdient mit 51:41 vorn.
Auch nach der Pause blieben die Gastgeber tonangebend. Das dritte Viertel ging mit 22:18 erneut an den CVJM. Für zusätzlichen Frust bei den Kleene Trockenbau Baskets sorgte eine kuriose Szene: Zwei Punkte von Auris, die eigentlich das 63:75 bedeutet hätten, fehlten auf dem Spielbogen und wurden auch nachträglich nicht mehr gewertet. Im Schlussabschnitt spielte Hannover routiniert weiter und machte mit einem 28:20-Viertel alles klar. Insgesamt verwandelte der CVJM neun Dreipunktewürfe und überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Überragender Akteur war Justin Schmalz mit 34 Punkten und vier Dreiern, während der ehemalige Zweitligaprofi Jannik Lodders starke 22 Punkte beisteuerte. Auf Seiten der Gäste stemmte sich Ronald Cerene Washington mit herausragenden 37 Punkten gegen die Niederlage.
Logabirums Trainer Macklly Stein zeigte sich nach der Partie trotz der deutlichen Niederlage fair: „Hier zu verlieren ist keine Schande. Glückwunsch an Hannover, die haben das super gemacht. Den Verlust von Ben Post haben wir eigentlich gut kompensiert. Quentin Riethmüller war krank und Arne Geiken ist studienbedingt gewechselt – das macht es für uns nicht leichter. Nächste Woche müssen wir zurückschlagen. So bleibt ein engagierter Auftritt der Gäste, doch gegen abgezockte Hannoveraner war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.
Logabirum: Bagdonavicius (10 Punkte/1 Dreier), Washington (37/4), Gerrits (6), Janssen, Gastmann, Heß-Gerden (1), Bruns (14/2), Fomenko (10/1), Post.

