Die Vorzeichen waren alles andere als optimal. Ohne die beiden Topscorer Ben Post und Ronald Wahsington sowie die zuletzt stark aufspielenden Joosten Bruns und Rikus Janssen reisten die Baskets mit einer ausgedünnten Rotation an. Unterstützung kam aus dem Nachwuchs: Lennox Oelschläger, Jesse Behrends, Noah Wachtel sowie Malte Ostermann aus der 2. Herren rückten in den Kader.
Zu Beginn fehlte spürbar die Intensität. Mitte des ersten Viertels stand es überraschend 7:7 – sollte der Außenseiter tatsächlich für eine Pokalüberraschung sorgen? Die Antwort folgte prompt. Mit einem 9:2-Lauf zum Ende des ersten Abschnitts stellten die Baskets auf 16:9 und übernahmen die Kontrolle.
Im zweiten Viertel präsentierte sich die Mannschaft von Coach Macklly Stein dann deutlich wacher. Fünf von insgesamt neun Dreiern fanden ihr Ziel, die Verteidigung arbeitete nun aggressiver und zwang Merzen zu schwierigen Abschlüssen. Das Resultat: Ein dominantes 32:8 im zweiten Abschnitt und eine komfortable 48:17-Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel wurde viel ausprobiert – sowohl in der Aufstellung als auch in der Verteidigungsvariante. Die Intensität ließ nach, der Fokus lag zunehmend darauf, Kräfte für die anstehenden Aufgaben zu schonen und verletzungsfrei zu bleiben. Die Zone wurde weniger konsequent attackiert, Würfe fielen nicht mehr so sicher wie zuvor. Ungewohnte Konstellationen führten vor allem defensiv zu Abstimmungsproblemen, die Merzens große Spieler konsequent ausnutzten. Dennoch entschieden die Baskets das dritte Viertel mit 22:14 für sich. Im Schlussabschnitt musste man sich allerdings mit 15:20 geschlagen geben.