Bereits vor dem Duell mit Westerstede waren die Vorzeichen schwierig: Neben Ronald Washington mussten die Baskets auch auf Quentin Riethmüller verzichten, der nach wenigen Minuten mit einer Platzwunde an der Lippe ausschied und im Krankenhaus genäht werden musste. Zudem hatte Jesse Gerrits mit Foulproblemen zu kämpfen. Der Gegner hingegen trat mit sieben von neun gemeldeten Pro-B-Spielern an – ein in dieser Saison einmaliges Aufgebot. Trotzdem erwischten die Baskets einen starken Start und gingen schnell mit 6:0 in Führung. Bis kurz vor Ende des ersten Viertels blieb die Partie ausgeglichen (10:10), ehe sich Westerstede auf 18:12 absetzen k
onnte. Im zweiten Abschnitt gerieten die Gastgeber dann früh deutlich ins Hintertreffen (23:37), kämpften sich jedoch – angepeitscht von den Fans – nach einer Auszeit wieder auf 32:37 heran. Zur Halbzeit lag man dennoch mit 37:46 zurück.
Die Vorentscheidung fiel im dritten Viertel, das klar mit 12:24 verloren ging. Dennoch gaben sich die Baskets nicht auf, hielten im Schlussabschnitt dagegen und verloren diesen nur knapp. Ein Highlight setzte der 16-jährige Lennox Oelschläger, der vor heimischem Publikum noch einen Distanzwurf verwandelte. Am Ende stand eine 67:89-Niederlage gegen einen starken Gegner. „Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Das dritte Viertel ärgert mich ein bisschen, aber insgesamt haben wir gegen ein sehr gutes Team einen guten Job gemacht“, resümierte Trainer Macklly Stein.
Punkteverteilung Westerstede: Post (32), Gerrits (7), Gastmann (7), Heß-Gerden (6), Bagdonavicius (5), Bruns (3), Fomenko (3), Oelschläger (2), Janssen.
Im abschließenden Saisonspiel in Hagen präsentierten sich die Baskets dann jedoch deutlich schwächer. Gegen die abstiegsgefährdeten Gastgeber geriet das Team früh mit 2:11 in Rückstand und verlor das erste Viertel klar mit 10:23. Auch im zweiten Abschnitt fanden die Baskets kein Mittel, unterlagen mit 7:24 und haderten zudem mit den Schiedsrichterentscheidungen, ohne dass diese den deutlichen Rückstand erklärten. Nach der Pause zeigte die Mannschaft zwar noch einmal Moral, doch offensiv lief wenig zusammen. Immerhin konnte das Schlussviertel dank einer Zonenpresse mit 24:16 gewonnen werden. Die deutliche 51:85-Niederlage markierte dennoch die höchste Saisonniederlage. „Heute haben wir unser schlechtestes Saisonspiel gemacht“, zeigte sich Trainer Stein selbstkritisch, der aufgrund der angespannten Personalsituation selber mitspielte. Zwar habe man mit einem geschwächten Kader gespielt, dennoch sei dies kein zufriedenstellender Saisonabschluss gewesen. Er verwies darauf, dass nach Niederlagen in den Wochen zuvor „einfach die Luft raus“ gewesen sei.