Mit einer schwachen ersten Halbzeit haben sich die Kleene Trockenbau Baskets beim Auswärtsspiel in Quakenbrück selbst in eine schwierige Lage gebracht. Am Ende unterlag das Team trotz deutlicher Leistungssteigerung nach der Pause mit 86:95 (37:61).
Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen. Bis zur 11:9-Führung hielten die Baskets gut mit, ehe die Gastgeber mit einem 20:10-Lauf das Spiel erstmals klar in ihre Richtung lenkten. Vor allem defensiv fanden die Gäste kaum Zugriff.
Auch im zweiten Viertel setzte sich dieses Bild fort. Quakenbrück kam immer wieder zu offenen Würfen und nutzte die Schwächen in der Verteidigung konsequent aus. Besonders Ex-BBL-Profi Brandon Thomas (20 Punkte in der ersten Halbzeit) sowie der mit einem ProA-Vertrag ausgestattete Daniel Zdravevski (14 Punkte und zahlreiche Offensivrebounds) prägten das Spiel der Gastgeber.
Baskets-Coach Macklly Stein machte nach der Partie vor allem die mangelnde Defensivarbeit für den deutlichen Rückstand verantwortlich. Sein Team sei in der ersten Halbzeit „nicht bereit gewesen, in der Verteidigung zu arbeiten“, erklärte der Trainer. „Wir haben uns nicht gewehrt und ganz schlecht kommuniziert.“ Sinnbildlich dafür seien die 32 zugelassenen Punkte im zweiten Viertel gewesen, zudem habe man ungewöhnlich viele Rebounds abgegeben.
Nach der Pause präsentierten sich die Baskets jedoch deutlich verbessert. Vor allem defensiv zeigte das Team nun eine ganz andere Intensität. Im dritten Viertel ließen die Gäste nur noch 17 Punkte zu und erzielten selbst 27 – die Hoffnung auf eine Aufholjagd war wieder da.
Auch im Schlussabschnitt kämpften sich die Baskets weiter heran. Beim Stand von 77:83 und noch dreieinhalb Minuten auf der Uhr war das Spiel plötzlich wieder offen. Doch zwei wichtige Dreier der Gastgeber sorgten in der entscheidenden Phase für die Vorentscheidung.
Trotz der Niederlage sah Stein in der zweiten Halbzeit auch Positives. Seine Mannschaft habe „Moral bewiesen“ und nach der Pause nur noch 34 Punkte zugelassen. „Aber wenn man zur Halbzeit mit 24 Punkten zurückliegt, reicht am Ende manchmal einfach die Zeit nicht mehr.“

