Die U12-Baskets von Fortuna Logabirum haben am Sonntagmorgen für eine echte Überraschung gesorgt. In der Landesliga setzten sich die jungen Leeraner im Rasta-Training-Center mit 71:66 (25:37) gegen Rasta Vechta Schwarz durch.
Dabei waren die Vorzeichen vor der Partie klar: Für die Fortuna-Talente ging es beim favorisierten Nachwuchs des Bundesligisten vor allem darum, wertvolle Erfahrung zu sammeln und den Spaß an der Competition gegen einen technisch stark geschulten Gegner mitzunehmen. Doch es sollte anders kommen.
Vom ersten Achtel an entwickelte sich ein völlig offenes Spiel. Die Logabirumer zeigten von Beginn an ein beachtliches Zusammenspiel und belohnten sich nach den ersten fünf Minuten mit einer knappen 10:8-Führung. In den folgenden drei Abschnitten bis zur Halbzeitpause riss der offensive Faden bei den Gästen jedoch etwas ab. Da die Defensive aber weiterhin sehr ordentlich stand, hielt sich der Rückstand zur Pause beim Stand von 25:37 aus Sicht der Fortuna in Grenzen – ein durchaus respektables Zwischenergebnis.
Spektakuläre Aufholjagd nach der Pause
In der Kabine spürten die Jungs, dass an diesem Tag noch mehr möglich war. Was folgte, war eine eindrucksvolle Aufholjagd: Mit einem fulminanten 31:14-Lauf im fünften und sechsten Achtel drehte Logabirum die Partie komplett und erspielte sich zehn Minuten vor dem Ende eine 56:51-Führung.
In dieser Phase drehte Jonne Bieder offensiv auf. Er war an diesem Tag kaum zu stoppen, erzielte überragende 38 Punkte (darunter vier Dreier) und markierte allein im fünften Achtel starke 15 Zähler inklusive zwei Distanzwürfen. Neben ihm zeigte sich auch Liam Hess-Gerden präsent, der im sechsten Achtel nicht nur selbst punktete (9), sondern seine Mitspieler immer wieder mit starken Pässen in Szene setzte.
Starke Defensive sichert den Premieren-Sieg
Das Spiel blieb bis in die Schlussphase hinein dramatisch und eng. Im achten und letzten Achtel machten die jungen Fortuna Baskets dann den Deckel drauf. Ausschlaggebend war die im Vergleich zur Vorwoche enorm gesteigerte Defense, die dem Druck der Gastgeber standhielt. Ein ganz starker „And-One“-Korbleger mit der linken Hand von Leo Simons sowie zwei weitere Dreier von Jonne Bieder besiegelten schließlich den umjubelten 71:65-Auswärtssieg.
„Eine Superleistung heute vom gesamten Team. Alles, was auf dem Spielfeld in der zweiten Halbzeit passiert, fängt mit dem super Spirit innerhalb der Mannschaft an. Egal, ob die Jungs gerade auf dem Spielfeld stehen oder von der Bank anfeuern, sind sie mit 100 % Begeisterung und Einsatz dabei, und das ist eine ganze Menge. Auch wenn sich das Scoring heute mal mehr auf die vier bis fünf im Bericht erwähnten Spieler verteilte, hatte trotzdem jeder seinen Anteil. Ob Uke Schade und Carl Süßenguth mit ihrer ausgezeichneten Defense, guten Bewegungen und wenigen Fehlern im ganzen Spiel, Temme Schade und Bo Grave mit ihrem sicheren Ballvortrag und guten Pässen … Leo De Groot mit zwei ganz wichtigen Punkten aus einer Eins-gegen-eins-Situation heraus zur ersten Führung des Spiels im 5. Achtel, Tammo Oetting mit seiner bis jetzt besten defensiven Partie und einem sehr wachen Auftritt und Leon Kocks mit zwei ganz wichtigen Punkten im mitentscheidenden 6. Achtel und einigen wichtigen Rebounds – alle und natürlich jeder schon im Spielbericht erwähnte Spieler, die auch neben den Punkten alles, was sie konnten, auf dem Spielfeld gelassen haben, haben hier heute einen ausgezeichneten Job gemacht und können mächtig stolz auf sich sein.“
Mit diesem Erfolg im Gepäck und dem zweiten Sieg im Viertel haben die jungen Baskets bewiesen, dass sie gegen die Teams der Liga so was von mithalten können und diese sogar auch mal schlagen können – eine sehr schöne Aussicht auf die kommenden Aufgaben. Jetzt wartet für das Team aber erst mal noch eine Pause bis zum 7. November. Dann geht es zuhause gegen den TSV Quakenbrück.
Für Fortuna spielten: Jonne Bieder (38 Punkte/4 Dreier), Liam Hess-Gerden (15/1 Dreier), Leo Simons (10/1), Temme Schade (2), Leon Kocks (2), Tammo Oetting, Bo Grave (2), Leo De Groot (2), Carl Süßenguth, Uke Schade.

