Das ist mal ein echtes Ausrufezeichen aus Ostfriesland! Die U14-Basketballer des Auswahlteams Ostfriesland haben ihren furiosen Saisonstart weiter ausgebaut. Mit einem hauchdünnen, aber hochverdienten 59:57-Heimsieg in der Leeraner BBS-Halle gegen den VfL Stade feierten die jungen Talente den dritten Sieg im dritten Spiel und setzen sich damit vorerst in den Top 3 der Landesliga fest.
Dieses starke Zwischenergebnis ist eine tolle Bestätigung für die harte Arbeit, die die Jungs Woche für Woche im Training abliefern. Auch wenn spielerisch logischerweise noch kein „Basketball zum Zunge schnalzen“ geboten wurde, ist von Partie zu Partie eine deutliche Steigerung zu erkennen. Vor allem in der Offensive läuft der Ball durch eine immer bessere Ballbewegung von Spiel zu Spiel flüssiger.
Furioses erstes Viertel und ein Buzzer-Beater zum Staunen
In dieses dritte Match der Saison starteten die Ostfriesen wie die Feuerwehr. Mit einem blitzschnellen 7:0-Lauf überrumpelten sie die Gäste komplett. Hauptverantwortlich für den Traumstart war Jan de Boer: Er stand zum ersten Mal in dieser Saison in der Starting Five, nutzte diese Chance eindrucksvoll und lieferte ein insgesamt herausragendes Spiel ab.
Ebenfalls von Beginn an hellwach präsentierte sich Leon Wolters, der sein bis dato bestes Saisonspiel erwischte. Mit genau dem Selbstvertrauen, das er mit seinen Fähigkeiten braucht, erzielte er im ersten Viertel direkt 8 seiner insgesamt 17 Punkte, womit er sich am Ende zum Topscorer der Ostfriesen krönte. Das emotionale Highlight der ersten 10 Minuten setzte jedoch Semen Yudash-Bilozorov: Mit der Schlusssirene traf er einen spektakulären Dreier auf einem Bein und schraubte die Führung zur Viertelpause auf 23:15.
Stade dreht das Spiel
Im zweiten Viertel schlug der Nachwuchs aus Stade allerdings zurück. Das lag vor allem an deren Topspieler Lauri Hilla (insgesamt 33 Punkte). Obwohl dieser von Jonah Willms überragend und intensiv verteidigt wurde, fand Hilla immer wieder Lücken und erzielte 9 Zähler in diesem Abschnitt. Durch diesen Lauf der Gäste geriet der offensive Faden der Ostfriesen kurzzeitig ins Stocken, sodass Stade das Spiel bis zur Halbzeitpause knapp auf 32:33 drehen konnte.
Im dritten Viertel bot sich den Zuschauern leider ein ähnliches Bild: Die Ostfriesen taten sich weiterhin schwer, den Stader Topscorer zu stoppen, und fanden vorne offensiv nur wenig Rhythmus. Dass die Mannschaft nicht komplett den Anschluss verlor, war in dieser Phase Fynn Luca Smidt mit einigen guten Anspielen sowie Eliah Straub zu verdanken, der das Team mit starken 1-gegen-1-Situationen in Schlagdistanz hielt. Dennoch ging es mit einem 7-Punkte-Rückstand in den finalen Durchgang.
Wahnsinns-Aufholjagd und Leon Wolters mit dem Gamewinner
Genau zum richtigen Zeitpunkt fanden die U14-Basketballer im letzten Viertel ihr flüssiges Offensivspiel und die gute Ballbewegung wieder. Das Scoring war nun extrem ausgeglichen und fast jeder steuerte wichtige Punkte oder Offensivaktionen bei. Gepaart mit einem deutlich verbesserten Defensiv- und Rebounding-Verhalten bliesen die Ostfriesen zur Aufholjagd.
Es wurde dramatisch: Wieder war es der stark aufspielende Jan de Boer, der mit einem energischen Drive zum Korb den viel umjubelten 57:57-Ausgleich in der letzten Spielminute erzielte. Nach einem darauffolgenden Offensivfoul der Stader hatten die Ostfriesen plötzlich den letzten Angriff und das Spiel in der eigenen Hand. Leon Wolters übernahm die Verantwortung, zog zum Korb und versenkte den Ball mit einem ganz starken Abschluss mit der linken Hand zum 59:57-Endstand. Der Jubel in der BBS-Halle kannte danach keine Grenzen mehr!
Stolzer Coach blickt nach vorne
Auch Trainer Riethmüller zeigte sich nach dem Krimi hochzufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge:
„Wir haben basketballerisch heute wieder einen Schritt nach vorne gemacht – als Team wie auch als einzelne Spieler. Dazu haben die Jungs wichtige Erfahrungen in so einem knappen Spiel gesammelt. Dass wir nun nach drei Spielen noch ungeschlagen dastehen, darüber können wir als ostfriesisches Team sehr glücklich sein. Im gleichen Moment ist das die perfekte Motivation für die kommenden Aufgaben mit dieser tollen Truppe!“
Mit einer weißen Weste kann das Team Ostfriesland nun mit breiter Brust die nächsten Herausforderungen in der Landesliga angehen, aber weiterhin mit dem Wissen, dass wir noch viel tun müssen, um uns weiterzuentwickeln und von Spiel zu Spiel besser zu werden.
Team Ostfriesland: Leon Wolters (17 Punkte), Tilman Hanken, Fynn Luca Smidt (9), Eliah Straub (10), Klaas Ohlhoff, Semen Yudash-Bilozorov (3/1 Dreier), Jonah Willms (5/1 Dreier), Jan de Boer (15/1), Piet Sluiter.

