Die Vorzeichen standen alles andere als gut. Erneut wartete auswärts ein großes, physisch starkes Team – eine Konstellation, mit der sich die Kleene Trockenbau Baskets Fortuna Logabirum in dieser Saison schwer tun. Neben dem weiterhin verletzten Ben Post musste kurzfristig auch noch Aurimas Bagdonavicius passen. Der Abgang von Arne Geiken hinterlässt weiterhin eine Lücke unter dem Korb, und Ronald Washington ging zudem gesundheitlich angeschlagen in die Partie.
Doch davon war zu Beginn nichts zu spüren. Die Fortuna startete furios, spielte mit hoher Intensität und großer Treffsicherheit. Gleich vier Dreipunktewürfe fanden im ersten Viertel ihr Ziel, sodass sich die Gäste schnell auf 25:11 absetzten. Die Defensive stand kompakt, vorne lief der Ball gut – ein Auftakt nach Maß. Im zweiten Viertel wendete sich jedoch das Blatt. Stelingen kam über seine Physis zurück ins Spiel, zwang die Baskets zu schwierigeren Abschlüssen und verkürzte Schritt für Schritt. Mit einer knappen 41:37-Führung rettete sich Fortuna in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie erneut in Richtung der Gäste zu kippen – diesmal deutlich. Mit starker Verteidigung und konsequentem Umschaltspiel zog Fortuna auf 60:41 davon, noch zwei Minuten waren im dritten Viertel zu spielen. Doch Stelingen gab sich nicht geschlagen. Angetrieben von immer lauteren Heimfans kämpften sich die Gastgeber bis zum Viertelende auf 56:60 heran.
Auch im Schlussabschnitt behielten die Baskets zunächst die Oberhand. 1:36 Minuten vor dem Ende stand es 84:75 für die Kleene Trockenbau Baskets – der Sieg schien greifbar. Doch plötzlich agierte das Team kopflos. Ein technisches Foul wegen Übergreifens beim Einwurf leitete die Wende ein, Ballverluste häuften sich, und Stelingens Topscorer Danylo Horkovenko lief heiß. Der Guard erzielte insgesamt 37 Punkte, davon allein 18 im letzten Viertel, und traf mehrere wilde Dreier in der Schlussphase. Die Führung schmolz dahin – 84:84, Verlängerung.
In der Overtime zeigten die Baskets Nerven. Während Stelingen 7 von 8 Freiwürfen sicher verwandelte, traf Fortuna nur 5 von 10 von der Linie. Am Ende stand eine ärgerliche 94:101-Niederlage auf der Anzeigetafel – ein Spiel, das man lange im Griff hatte.
„Eigentlich haben wir über weite Strecken eine solide Partie gemacht, vor allem in der Verteidigung“, resümierte Coach Macklly Stein nach dem Spiel. „Irgendwann haben wir leider irgendwie unseren Kopf verloren. Das ist echt ärgerlich, aber ich mache der Mannschaft unter den ganzen Bedingungen keinen Vorwurf. Natürlich tut die Niederlage extrem weh, aber jetzt müssen wir den Mund abputzen und nächste Woche unsere Heimstärke wieder unter Beweis stellen.“
Logabirum: Gerrits (24 Punkte/2 Dreier), Washington (22/1), Fomenko (19/4), Riethmüller (12/3), Janssen (8/2), Bruns (5/1), Heß-Gerden (4), Gastmann.
