Es war kein spielerischer Leckerbissen, dafür ein umso intensiverer Basketballnachmittag in der gut gefüllten BBS-Halle: Die Kleene Trockenbau Baskets Fortuna Logabirum haben das Heimspiel gegen die BTB Royals Oldenburg mit 78:68 gewonnen und damit nicht nur Revanche für die 67:75-Hinspielniederlage genommen, sondern auch den direkten Vergleich für sich entschieden.
Dabei startete die Partie ganz nach dem Geschmack der Gäste. Die Royals erwischten den besseren Beginn, setzten sich früh auf 6:14 ab und bestimmten das Geschehen im ersten Viertel. Vor allem Fabian Effland stellte die Logabirumer Verteidigung vor große Probleme und erzielte allein im ersten Abschnitt beeindruckende 15 Punkte. Bei den Baskets hielten Ben Post (10 Punkte) und Ronald Washington (6) dagegen, sodass der Rückstand bis zum Viertelende auf 18:22 verkürzt werden konnte.
Im zweiten Viertel kam dann mehr Rhythmus ins Spiel der Hausherren. Thino Gastmann, Sören Heß Gerden, Jesse Gerrits und Quentin Riethmüller setzten wichtige Akzente, zeitweise gingen die Baskets sogar mit 27:24 in Führung. Doch die Konstanz fehlte weiterhin, Oldenburg antwortete prompt und zog wieder davon. Trotz sichtbarer Defensivprobleme gab sich Logabirum nicht auf und ging mit einem knappen 38:40-Rückstand in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel schien sich das Bild zunächst nicht zu ändern. Ein schneller 2:7-Lauf der Royals bedeutete einen 40:49-Rückstand aus Sicht der Fortuna. Doch diesmal folgte die Antwort unmittelbar: Mit einem 10:3-Lauf kämpften sich die Baskets zurück ins Spiel. Zwar legte Oldenburg noch einmal auf 55:50 vor, doch ein Dreier von Joosten Bruns zum 56:56 ließ die Halle endgültig erwachen. Bruns prägte das dritte Viertel mit insgesamt sieben Punkten. Vor dem Schlussabschnitt lag Logabirum mit 59:56 vorn.
Das letzte Viertel entwickelte sich zum echten Heimkrimi. Die Royals glichen noch einmal zum 62:62 aus, doch angefeuert von den Fans übernahm Logabirum nun endgültig die Kontrolle. Ben Post traf einen wichtigen Dreier zur Führung, im Gegenzug setzte Arne Geiken mit einem Block ein defensives Ausrufezeichen. Auris Bogdanavicius behielt anschließend an der Freiwurflinie die Nerven. Als Oldenburg noch einmal auf zwei Punkte verkürzte, sorgte Ben Post mit einem energischen Zug zum Korb samt „And-one“ für die Vorentscheidung.
Am Ende stand ein verdienter 78:68-Erfolg, der vor allem auf Teamzusammenhalt, die Unterstützung von den Rängen und eine deutlich stabilisierte Defensive zurückzuführen war – lediglich 28 Punkte ließ die Fortuna in der zweiten Halbzeit zu.
Coach Macklly Stein zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Uns war vorher klar, dass das heute nicht ansatzweise so laufen wird wie in den letzten Wochen. BTB spielt eine ganz andere Art von Basketball, die uns nicht so liegt. Umso glücklicher bin ich, dass wir nach zwischenzeitlichem Neun-Punkte-Rückstand im dritten Viertel noch mit zehn gewinnen konnten. Solche Spiele haben wir zu Saisonbeginn noch verloren.“

