Einen beeindruckenden Heimsieg feierte das Team Ostfriesland in der U18-Oberliga gegen Pro Basketball Göttingen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Meiborg setzte sich nach einer spannenden und umkämpften Begegnung mit 72:60 durch. Besonders bemerkenswert war dabei die Leistungssteigerung im Schlussviertel, nachdem die Ostfriesen zwischenzeitlich durch eine taktische Umstellung der Gäste völlig aus dem Rhythmus geraten waren.
Dabei erwischte das Team Ostfriesland einen guten Start in die Partie. Angeführt von Noah Wachtel und Oscar Scheit, die allein im ersten Viertel jeweils sieben Punkte erzielten, übernahmen die Gastgeber früh die Initiative. Mit schnellem Angriffsspiel und einer konzentrierten Leistung erspielten sich die Ostfriesen eine 25:20-Führung nach den ersten zehn Minuten.
Im zweiten Viertel entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Beide Mannschaften schenkten sich wenig, wobei das Team Ostfriesland insbesondere von der Freiwurflinie erfolgreich agierte. Eine zwischenzeitliche 8:0-Serie brachte den Gastgebern eine 28:20-Führung. Göttingen hielt jedoch dagegen und blieb in Schlagdistanz.
Nach dem Seitenwechsel folgte die schwierigste Phase der Gastgeber. Die Göttinger stellten ihre Verteidigung auf eine Zone um und überraschten damit die Ostfriesen. Gegen die kompakt stehende Defensive fanden die Gastgeber zunächst kaum Lösungen. Ein 0:16-Lauf brachte die Gäste zurück ins Spiel und ließ die Partie kippen. „Die Umstellung auf Zone hat uns im dritten Viertel völlig überrascht. Wir haben in dieser Phase offensiv kaum Lösungen gefunden und Göttingen dadurch wieder stark gemacht“, erklärte Meiborg. Mit einem 51:57-Rückstand ging das Team Ostfriesland schließlich in den letzten Spielabschnitt.
Was dann folgte, war eine beeindruckende Demonstration von Kampfgeist und taktischer Anpassungsfähigkeit. Mit einer veränderten Aufstellung gelang es den Ostfriesen zunehmend, die Göttinger Zonenverteidigung zu knacken. Die Gastgeber spielten ihre Angriffe wieder konsequenter aus, fanden bessere Abschlüsse und standen gleichzeitig in der Verteidigung äußerst stabil.
„Im Schlussviertel haben wir endlich eine Aufstellung gefunden, die regelmäßig gegen die Zone von Göttingen punkten konnte. Die Jungs haben das dann hervorragend umgesetzt“, lobte Meiborg seine Mannschaft.
Bis zur turbulenten Schlussminute dominierte das Team Ostfriesland den letzten Abschnitt mit 21:1. Göttingen, das lediglich mit sieben Spielern angereist war, konnte dem hohen Tempo und der Intensität der Gastgeber zunehmend weniger entgegensetzen. „Man hat Göttingen am Ende sicherlich angemerkt, dass sie nur zu siebt waren. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass wir hier gegen eine Mannschaft gespielt haben, deren Spieler alle mehrmals pro Woche auf Bundesliga-Niveau trainieren“, ordnete Meiborg die Leistung seiner Mannschaft ein.
Philipp Rothe, Lennard Ferdinand und Maddox Peker steuerten im letzten Viertel jeweils fünf Punkte bei und hatten damit entscheidenden Anteil an der Aufholjagd.
Für einen ungewöhnlichen und hitzigen Abschluss sorgte schließlich die letzte Spielminute. Nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung kochten die Emotionen auf beiden Seiten hoch. Ostfrieslands Trainer Alexander Meiborg ärgerte sich über eine Szene, in der er ein klares Flagrant-Foul an seinem Spieler gesehen hatte, die Schiedsrichter jedoch stattdessen auf Faking gegen den betroffenen Ostfriesen entschieden. Auch auf Göttinger Seite wurde es hitzig: Der Gästetrainer attackierte die Unparteiischen mehrfach verbal. Insgesamt wurden in der letzten Spielminute vier technische Fouls ausgesprochen. Beide Headcoaches mussten daraufhin vorzeitig die Halle verlassen.
Am verdienten Erfolg des Team Ostfriesland änderte die turbulente Schlussphase jedoch nichts mehr. Mit 21:3 entschieden die Gastgeber das letzte Viertel für sich und feierten einen 72:60-Heimsieg.
„Es war ein tolles Spiel meiner Mannschaft. Besonders die Reaktion nach dem dritten Viertel war beeindruckend. Wir haben den Schlussabschnitt bis zu den technischen Fouls mit 21:1 dominiert. Auf diese Leistung können die Jungs wirklich stolz sein“, zog Meiborg ein positives Fazit.
Team Ostfriesland: Scheit (17), Rothe (12), Peker (11), Wachtel (11), Ferdinand (05), Fricke (05), Behrends (04), Oelschläger (04), Boubacar (03), Kreutzburg.

